Wie funktioneren Eye Tracker?
Ein Remote-Eye-Tracker nutzt unsichtbares Infrarotlicht und Kameras, um die Blickrichtung des Nutzers zu berechnen und daraus präzise den Punkt auf dem Bildschirm zu bestimmen, den er ansieht.
Ein Remote-Eye-Tracker arbeitet mit unsichtbarem Infrarotlicht, das vom Gerät ausgesendet wird und sich auf der Oberfläche der Augen reflektiert. Dieses Licht ist für den Menschen nicht sichtbar und daher vollkommen unauffällig in der Nutzung. Gleichzeitig ermöglicht die Infrarotbeleuchtung eine hohe Robustheit gegenüber wechselnden Lichtverhältnissen und funktioniert auch bei sehr dunkler Umgebung zuverlässig.
In den Eye-Tracker integrierte Hochgeschwindigkeitskameras erfassen fortlaufend die Position der Pupillen sowie die Reflexionen des Infrarotlichts auf der Hornhaut. Typischerweise geschieht dies mit etwa 90 Messungen pro Sekunde. Aus der relativen Position dieser Punkte berechnen spezielle Algorithmen direkt auf dem Eye-Tracker die Blickrichtung und bestimmen daraus die exakten Koordinaten des Blickpunkts auf dem Bildschirm.
Damit das System die individuelle Augenposition optimal berücksichtigen kann, wird bei der ersten Nutzung eine kurze Kalibrierung von etwa 30 Sekunden durchgeführt. Dabei folgt der Nutzer einigen Punkten auf dem Bildschirm. Anschließend kann der Computer präzise erkennen, wohin auf dem Bildschirm geschaut wird.